Der Tanz ließ mich in früheren Jahren erstarren. Ich war eine von wenigen, die bei Tanzveranstaltungen wie gefesselt am Rande stand und über die Bewegungen und Ausdrücke nur staunen konnte, selber traute ich mich nicht auf die Bühne. Etwas hielt mich zurück. Es war mir trotz meines großen inneren Wunsches nicht möglich durch den Tanz in Bewegung zu kommen.

Mit 18 Jahren brachte ich meinen ersten Sohn 3 Monate zu früh auf die Welt, durch Langzeitbeatmung und Operationen bekam er eine Behinderung. Das Leben mit meinem Jungen war nicht nur eine Herausforderung, sondern brachte vor allem auch Freude und Bereicherung.

Im Alter von 5 Jahren ist David von uns gegangen.

Dies lies mich auf Gefühle stoßen, die ich bis dahin nicht kannte. Auf der Suche nach Antworten auf immer mehr werdende Fragen stellte ich mich dem Tanz: Warum ließ mich der Tanz erstarren? Was hinderte mich bis dahin in Bewegung und Rhythmus zu kommen?

Viele Erfahrungen und Erkenntnisse bewegten mich eine Ausbildung in Ausdruck-Tanz- und Bewegungstherapie zu machen sowie Fort- und Weiterbildungen zum Thema Liebe und Beziehungsarbeit.

Meine Erfahrungen und Erkenntnisse sind nicht nur Wissen und die Aneignung äußerlicher Fertigkeiten, sondern auch um eine tragfähige Verbindung zum eigenen Inneren, zum eigenen Selbst. Denn nur wer Kontakt zu seinem Innersten hat, nimmt sich selber fühlend wahr und ist so in der Lage, auf die vielfältigen Herausforderungen des Lebens flexibel zu reagieren und verantwortungsvoll individuelle Akzente zu setzen.

Und der Basis dieses Selbstkontaktes können wir dann neu lernen, wie wir mit anderen Menschen effektiver kommunizieren und unsere persönlichen Beziehungen lebendiger gestalten können: in der Liebe, in der Familie, im Beruf, in der Beziehung mit Allem.

Gerne möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen, erweitern und vertiefen.


Stefanie Keller